Supply Chain Planning als Geschäftsprozess
Ein Praxisbericht von Alexander Braulik, Hochschule Ulm
Ingersoll Rand, TUI, Dell, was haben diese Unternehmen gemeinsam? Sie alle setzen Oracle Advanced Supply Chain Planning ein und sorgen so für mehr Transparenz, kürzere Reaktionszeiten und teilweise enorme Kosteneinsparungen in ihrer Supply Chain. Bei der Einführung dieses Moduls der Oracle E-Business Suite bei Kunden der PROMATIS software GmbH zu unterstützen, war die Aufgabe von Alexander Braulik, der seine Semesterferien als Praktikant des Oracle Platinum Partners PROMATIS verbrachte.
Meinen ersten Kontakt mit PROMATIS hatte ich im Frühjahr 2010 durch einen Zufall: Ich gestaltete mit einem Bildbearbeitungsprogramm mehrere Prozessmodelle für ein Beratungsprojekt im Rahmen meiner Tätigkeit bei der studentischen Unternehmensberatung. Die Bedienung war mühselig, und die Ergebnisse entsprachen nicht meinen Erwartungen. Ein Kommilitone gab mir den Tipp, es mal mit "Horus", einem neuen Tool zur Modellierung von Geschäftsprozessen, zu versuchen. Nach kurzem Googeln und einer ebenso kurzen Installation befand sich die Freeware-Version des "Horus Business Modelers" auf meinem Rechner. Da mir Petri-Netze bereits ein Begriff waren, fand ich mich schnell zurecht, und es dauerte nicht lange, bis die ersten vorzeigbaren Modelle standen. Schlussendlich konnte ich alle Arbeiten innerhalb kürzester Zeit und unter Einsparung einiger Nerven erfolgreich zum Abschluss bringen.
Da ich zur selben Zeit ein Praktikum für meine kommenden Semesterferien suchte, warf ich einen Blick in das "Karriere-Center" auf der PROMATIS-Webseite. Da es keine offenen Stellen gab, schickte ich eine Initiativbewerbung. Und so kam es, dass ich einen Praktikumsplatz im Bereich "Business Process Management" erhielt.
Grundlagen schaffen
Meine Aufgabe war es, ein Prozess-Modell für das "Advanced Supply Chain Planning" - Modul (ASCP) der E-Business Suite (EBS) von Oracle zu erarbeiten und als Horus Knowledge Base" bereitzustellen. Die Knowledge Bases sind eine Sammlung von vorgefertigten Modellen, die unter anderem den Consultants dabei helfen, die Prozesse eines Unternehmens leichter abzubilden. Da es für ASCP noch keinen dokumentierten Prozess in der Sammlung gab, fing ich komplett von vorne an.
Dank der umfangreichen Handbooks, dem Metalink, der Uni-Bibliothek Süd und meinen hilfsbereiten Kolleginnen und Kollegen lernte ich zunächst die Grundlagen der Oracle EBS kennen, darunter die Materialbedarfsplanung (Material Resource Planning – MRP), Stücklisten, Routings etc. Nebenbei habe ich die ersten Modelle grob erstellt. Die Zwischenergebnisse präsentierte ich regelmäßig meinen Vorgesetzten. Stück für Stück wuchsen die einzelnen Aktivitäten von der allgemeinen "Service–Sicht“ bis runter auf die sogenannten "User Instructions"...
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