Social BPM
Sozialisierung der Prozessgestaltung und -ausführung im Web 2.0
Mit den neuen Möglichkeiten des Web 2.0 hat die Kollaboration in sozialen Netzwerken in vielen Lebensbereichen Eingang gefunden. Sie ermöglicht einen effizienten Zugriff auf das in einer Community vorhandene Erfahrungswissen, auf Lösungsideen und Best Practices. Mit Social BPM werden Verfahren und Technologien des Web 2.0 für das Business Process Management (BPM) nutzbar gemacht.
Ganzheitliches BPM
Der Horus Methode liegt eine Business Process Management-Architektur zugrunde, die in vier Ebenen definiert ist: die Business-Ebene, die Geschäftsprozess- und die Business Service-Ebene sowie die Implementierungsebene, in der die Business Services auf technische Services abgebildet sind. Ganzheitlichkeit bedeutet, dass diese Ebenen sowohl methodisch als auch technisch nahtlos miteinander verknüpft sind. Darüber hinaus muss die Architektur auf Veränderungen auf allen Ebenen hin getrimmt sein: Change Management wird zum integralen Architekturkonzept und Partizipation aller involvierten Personen und Organisationen zum „BPM-Lebenselixier“.
Social Business Process Engineering
Ausgangspunkt für Social BPM ist die Sozialisierung der Geschäftsprozess-Gestaltung. Die Mitglieder der involvierten Business Communities erhalten Zugriff auf Horus Tools zur Modellierung, Simulation, Analyse und Auswertung von Geschäftsprozessen. In Web 2.0-basierten sozialen Netzwerken tauschen sie Modelle aus, diskutieren und überprüfen sie. In vielen Fällen finden sich auch „Special Interest Groups“, deren Mitglieder gemeinsam über das Web modellieren und simulieren. Der Vorteil liegt auf der Hand: die Partizipation aller Community-Mitglieder in Verbindung mit leistungsfähiger Geschäftsprozess-Software sorgt für Vollständigkeit und Korrektheit der resultierenden Geschäftsprozess-Spezifikationen.
Social Business Process Execution
Social BPM endet jedoch nicht bei der Prozessgestaltung, sondern geht sehr viel weiter –direkt in die Ausführung der Prozesse hinein! Ziel der Sozialisierung der Prozessausführung ist eine optimale Usability der Anwendungsservices für die Business Communities, für Anwendergruppen bis hin zum individuellen Anwender. Erreicht wird dies durch die Bereitstellung kontextsensitiver Web 2.0-Portale, die anwendergeeignete Funktionen zur Personalisierung der Portale bieten: Enterprise 2.0 vom Feinsten!
